Wer sind die Freudigen Füße?

Das Ensemble Freudige Füße hat sich als Künstler-Kollektiv gegründet, um gemeinsam Kunstprojekte mit Demenschen zu entwickeln und umzusetzen. Demenschen meint alle Menschen, die demenzielle Veränderungen haben oder mit diesen zusammen leben und arbeiten.

Das Ensemble ist durch die Zusammenarbeit bei „Über Schiffe gehen – Ein Theaterprojekt mit Menschen mit Demenz“ für die Kampagne „Demenz und wir – zusammen leben in Bremerhaven“ im Jahr 2014 entstanden.

> mehr Informationen zu "Über Schiffe gehen" >

> mehr Informationen zur Kampagne "Demenz und wir" >

Welche Demenschen sind die Freudigen Füße?

Birgit Angele • Bühnen- und Kostümbildnerin
Erpho Bell • Theatermacher
Heike Eulitz • Schauspielerin
Alice Fröhlich • Gründerin SOLIDAR e.V.
Michael Ganß • Künstler, Kunsttherapeut & Gerontologe
Wolfgang Marten • Schauspieler
Ursula Möller-Stransky • Gerontopsychiatrische Fachkraft

Das Ensemble Freudige Füße arbeitet Projekt bezogen in unterschiedlicher Zusammensetzung.

Was machen die Freudigen Füße?

Das Ensemble Freudige Füße will mit allen Mitteln der Kunst Wege zur Begegnung und Auseinandersetzung mit Demenschen schaffen. Die Projekte werden als Kunst für ein Publikum entwickelt. So entsteht Öffentlichkeit für und mit Demenschen zur Wahrnehmung, Begegnung, Kommunikation, Auseinandersetzung, Teilhabe… und, und, und.

Die Projekte sollen die Beteiligten sowie das  Publikum bereichern und das Zusammenleben mit Demenschen reicher, lebenswerter, bunter, offener, liebevoller, lustvoller, humorvoller … und kunstvoller machen.

Füreinander – Zueinander – ICH

Theaterprojekt über Liebe und Demenz von Erpho Bell

Premiere: 28. April 2019 | Beginn: 18.00 UhrOrt: Studiobühne Münster | Domplatz 23a

Die Liebe – sie ist die größte Kraft, die Menschen miteinander verbinden kann. Über alle Grenzen hinweg! Das Theaterprojekt „Füreinander – Zueinander – ICH“ sucht nach dem Verbindenden und dem Trennenden im Leben mit dem Verlauf einer demenziellen Veränderung. Es spürt den Besonderheiten der Beziehungen der Teilnehmenden in Spielszenen nach und schafft so ein Theaterstück über das Beziehungsgeflecht bei einer demenziellen Veränderung innerhalb einer Partnerschaft im Leben und beim Lieben. Dafür Reisen die Spielerinnen und Spieler in der Zeit zurück. Wie hat die Liebe einmal angefangen? Wie finden Menschen zusammen? Wie verlieren sie sich wieder? Und wie weit trägt uns die Liebe durchs Leben?

Das Konzept und die Inszenierung sind von Erpho Bell. Das Ensemble besteht aus Mitgliedern der Gruppe „Meine Demenz und wir – Jungerkrankte und ihre Partner“, die als regelmäßiges Angebot im Clemens-Wallrath-Haus der Alexianer besteht.

Das Theaterstück „Füreinander – Zueinander – ICH“ ist ein Projekt des Ensembles „Freudige Füße“ in Kooperation und Zusammenarbeit mit dem „Demenz-Servicezentrum Münster und das westliche Münsterland“ sowie der „Alexianer Münster GmbH“. Es wird gefördert über das Förderprogramm „Kultur & Alter“ des Landes Nordrhein-Westfalen.

Link zum Bericht über die Premiere, der in den Westfälischen Nachrichten am 30. April 2019 erschienen ist > Link 

Demenz-Theater-Sprechstunde

Theaterangebot für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen

Das Ensemble „Die Freudigen Füße“ bietet ab Oktober 2018 eine Demenz-Theater-Sprechstunde für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in Bocholt, Havixbeck, Metelen und Warendorf. Eingeladen sind Menschen mit einer Demenz und ihre Angehörigen, die sich vorstellen könnten, gemeinsam mit einem Schauspieler und einem Regisseur auf der Bühne zu arbeiten. Die Veranstalter sind gespannt, zu welchen Begegnungen es kommen wird. Vielleicht wird es sogar eine Aufführung geben. Unterstützt wird das Projekt durch das Förderprogramm der Regionalen Kulturpolitik (RKP) des Landes NRW und der LWL-Kulturstiftung.

Alle zwei Wochen wird zusammen gearbeitet. Die Teilnahme ist kostenlos.

Das Projekt findet in Kooperationen statt, mit:

- dem Fachbereich Kultur und Bildung und dem Fachbereich Soziales der Stadt Bocholt,

- dem Verein Füreinander-Miteinander in Havixbeck,

- der Kulturetage Metelen,

- der Stadt Warendorf und dem Malteser Marienheim in Warendorf.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Erpho Bell > E-Mail

„In drei Stunden um die Welt!“ – Theater-Bewegungs-Reise mit allen Sinnen

mit Erpho Bell (Freudige Füße) & Julia Watermann (SG 06 Coesfeld e.V.)

am 8. Juli 2019 | 14.00 bis 18.00 Uhr

Ort: Jacobi-Sporthalle (Franz-Darpe-Str. 13), Coesfeld

In dem Workshop „In drei Stunden um die Welt!“ wird eine Sporthalle zur ganzen Welt. Nach einem gemeinsamen Aufwärmen geht es auf eine Reise um die Welt. Dabei stehen die Bewegung und das Theaterspiel im Vordergrund. Entlang der Reiseroute werden spielerische Geschichte und Kultur mit Sport-Übungen verbunden. So machen sich alle Beteiligten aktiv auf den Weg. Es gibt Begegnungen und Abenteuer zu bestehen, bevor alle wieder heil in Coesfeld ankommen.

Mit dem Programm „Bewegt ÄLTER werden in NRW!“ stellt der Kreissportbund Coesfeld die ältere Generation in den Mittelpunkt. Insbesondere die Kooperation mit Seniorenwohnheimen hat in den letzten Jahren im Kreis Coesfeld eine große Bedeutung gewonnen.

Teil der "Ersten Coesfelder Woche für Demenzerkrankte und deren Angehörigen", die in der konzeptionellen Entwicklung von den Freudigen Füßen unterstützt wurde.

Flyer_Erste-Coesfelder-Woche-fuer-Demenzerkrankte-und-ihre-Angehoerige_2019_klein.pdf

Programm der "Ersten Coesfelder Woche für Demenzerkrankte und deren Angehörigen" 2019

Auszeichnung für die Kampagne "Demenz und wir - zusammen leben in Bremerhaven"

1. Preis des Wettbewerbs "Demenzfreundliches Land Bremen – Bremen unvergesslich" für die Kampagne "Demenz und wir – Das Thema Demenz mit künstlerischen Mitteln aus der Nischendebatte in eine gesellschaftliche Auseinandersetzung führen" in der Kategorie "Initiativen"

Die Laudatio von Anja Stahmann, der Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport des Landes Bremen > hier

Preisübergabe nach der Laudatio von Anja Stahmann, der Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport des Landes Bremen, am 20. September 2016.

Pressestimme zum Projekt „Über Schiffe gehen“

„Bei dem Theaterstück ‚Über Schiffe gehen‘ sind Menschen mit Demenz die Hauptakteure. Am Donnerstagabend hatte es im Theater im Fischereihafen (TiF) vor ausverkauftem Haus Premiere gefeiert. Dem Ensemble gelang dabei ein Kunststück: Es führte dem Publikum ein höchst amüsantes Schauspiel vor – und zugleich einen erstrebenswerten Umgang mit Demenz. Das Stück verleiht den Darstellern die Möglichkeit, eine bislang unsichtbare Facette ihres Wesens zu zeigen. In der Gesellschaft funktionieren sie nicht mehr, aber auf der Bühne können sie brillieren.“                   

Nordsee-Zeitung, 19. April 2014

Vorbericht in "buten un binnen" (Radio Bremen) zum Theaterprojekt "Über Schiffe gehen":

Publikationen zu Projekten

Weitere-Tueren-geoeffnet_Volker-Wachholz_12-5-2014.pdf

Volker Wachholz: "Weitere Türen geöffnet" (Leser-Brief, 12.5.2014)

Broschuere_Demenz_Wir_Rueckblick_3-5-2015.pdf

Rückblick auf die Kampagne "Demenz und wir - zusammen leben in Bremerhaven"

LVG-Zeitschrift-Nr89-Web.pdf

Erpho Bell: "Über Schiffe gehen… Theaterarbeit mit Menschen mit Demenz" (impulse89: 4. Quartal / 2015)

Hausarbeit_-_U__ber_Schiffe_gehen_-_KuBiA__2_.pdf

Thilo Grawe: '„Über Schiffe gehen“ - Theaterarbeit mit demenziell veränderten Menschen als gesamtgesellschaftliche Verantwortung' (Hausarbeit)

Auszug_Hauszeitung_HAUS-IM-PARK_April-Juni_2016.pdf

Erpho Bell: "Über Schiffe gehen und darüberhinaus" (HIP, 2. Quartal / 2016)

Bericht-Alzheimer-Kongress_Nordsee-Zeitung_7-10-2016.pdf

Nordsee-Zeitung: Bericht über die Teilnahme am Alzheimer-Kongress in Saarbrücken 2016

Theaterarbeit-auf-Rezept_kubia_16_2019_web.pdf

Erpho Bell, Michael Ganß: "Theaterarbeit auf Rezept" (kulturräume. das kubia-magazin, 16 / 2019)