Panaromabild des Neuen Hafens während der Sail 2010 in Bremerhaven

SEESTADT - Bremerhavener Leben vom und über das Meer

Die Seestadt Bremerhaven liegt am Meer und lebt vom Meer. Ohne das Meer gäbe es die Stadt so überhaupt nicht. Nicht nur ihre funktionale Entstehungsgeschichte als „neuer“ Hafen von Bremen, auch die industrielle Entwicklung der Stadt ist bis heute mit Branchen wie Schiffbau, Fischverarbeitung, Container- und Autoumschlag sowie Windenergie vom Wasser abhängig.

Die Wortmarke „Seestadt Bremerhaven“ erklärt das Meer zum identitätsstiftenden Element der Stadt. Seit 2002 wird sie in Verbindung mit dem Logo „Meer erleben“ in allen Medien des Magistrats sowie von Institutionen mit öffentlicher Förderung genutzt. Auch die Namensänderung nach dem zweiten Weltkrieg, von Wesermünde auf Bremerhaven, erzählt von der sehr engen Verbindung der Stadt mit dem Meer.

Wie sehr beeinflusst das Meer und das Wasser das Leben der Menschen in Bremerhaven heute? In einer Hafenstadt gibt es viele Menschen, die auf dem Wasser und vom Wasser leben. Wer sind diese Menschen heute? Was haben sie erlebt – was erleben sie jetzt? Was bedeutet und bedeutete die Wesermündung und die Nordsee für sie? Wie erleben sie die Seestadt Bremerhaven?

Auf Basis von Interviews mit Menschen, die von der Arbeit auf dem Meer lebten und leben, wirft das Theaterprojekt einen subjektive Blick auf den Zustand der „Seestadt“ und die Beziehung der Menschen zum Meer.

Die Basis dafür sind Interviews mit: Kapitänen, Fischern, Lotsen, Matrosen, anderer Schiffsbesatzungen, Mitarbeitern der Hafenverwaltung, Mitarbeitern von wissenschaftlichen Institutionen, Mitarbeitern des Magistrats, Angehörigen von Seefahrern…

Aus diesen Stimmen ist ein Theaterstück über die schicksalhafte Verbindung Bremerhavens mit dem Wasser entstanden. So wird die Geschichte der Seestadt Bremerhaven als Hafenstadt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und Anfang des 21. Jahrhunderts ganz persönlich erfahrbar. Verbunden mit Liedern und Texten über die enge Verbindung des Meeres mit den Menschen, die an, mit und von ihm Leben, wird das Stück auch eine melancholisch-pragmatische Liebeserklärung an das Meer.

Es spielen die Schauspielerin Heike Eulitz, die aus beruflichen Gründen von Berlin nach Bremerhaven gezogen ist und hier künstlerisch arbeitet, und der Schauspieler Michael Schwager, der nach seinen schauspielerischen Anfängen während seiner Schulzeit in Bremerhaven heute in Berlin lebt und arbeitet. Die musikalische Leitung hat der Musiker, Produzent und Arrangeur Tim Isfort. Bühne und Kostüme gestaltet die Bühnenbildnerin Birgit Angele. Idee, Text und Inszenierung: Erpho Bell.

Das Stück wird im Theater im Fischereihafen sowie im Deutschen Schiffahrtsmuseum aufgeführt. So wird die enge Verbindung zwischen Mensch und Meer betont werden: Im Theater im Fischereihafen liegt durch den neutralen Theaterraum der Fokus auf den Spielern und ihren Geschichten. Im Deutschen Schiffahrtsmuseum richtet sich der Blick durch die Räume und die Geschichte der Gegenstände vor Ort mehr auf die Geschichte der Menschheit und ihre Beziehung zum Wasser.

Mehr Informationen > theaterprojekt-seestadt.de